Rolliman meets „The Steel Woods“

Ich suche mir auch gerne Künstler und Bands aus die mir so noch nichts sagen und die von irgendwelchen Fachmagazinen vorgeschlagen werden.

So auch die Südstaaten- Rockgruppe The Steel Woods“. Mein Begleiter und ich waren schon Recht zeitig vor dem „ Blue Shell“ in Köln und da wurde man auch zwangsläufig Zeuge der Unterhaltung von den anderen Gästen, und einige davon waren wohl auch wie wir einige Monate vorher beim Konzert von Whiskey Myers zu Gast. Da ich an dieses Konzert nicht die beste Erinnerung habe, fiel meine Erwartungshaltung schlagartig…..

Aber es sollte ein Abend der (positiven) Überraschungen werden:

Als erstes hätte ich nicht gedacht das der Laden restlos ausverkauft war. Es waren schätzungsweise weit über 200 Leute im Blue Shell, wovon man wirklich sagen muss das 95% „ Graue Wölfe“ übrig geblieben von Alt-Rocker beständen waren. Dementsprechend ruhig und cool ging es trotz der Enge im Zuschauerraum zugange. Ich glaube der meist gehörte Satz an dem Abend war: „ Keep Cool, nur kein Stress….“

Die zweite Überraschung war der Support –Act Willer ein Sänger aus Hamburg. Was an ihm überraschte war das er deutsch sang. Ich dacht zunächst er hätte nur die englische Übersetzung vergessen aber als dann auch das zweite Lied auf Deutsch gesungen wurde, da ist selbst bei mir der Groschen gefallen das so sein Programm aufgebaut war. Mit seiner „Hans-Hartz-Gedächtnisstimme“ und seine ruhigen Balladen war er zwar gut aber im Nachhinein etwas unpassend zum Haupt Act. Aber nichts desto trotz konnte man sich den Jungen wirklich gut anhören auch wenn seine vorgestellten Lieder alles ziemlich gleich klangen…..

Willer

Normalerweise stehen im Blue Shell nicht mehr wie 2 Leute gleichzeitig auf der Bühne, da das Ding nicht viel größer wie ein Schuhkarton ist, aber diesmal war schon vor Auftritt der Gruppe ein Schlagzeug Verstärker und vier Gitarren auf der Bühne zu sehen und ich stellte mir die Frage wo wollen die Musiker hin. Die vier Jungs von Steel Woods brachten auch noch einige Instrumente mit auf die Bühne.

The Steel WoodsDer Drummer Jay Tooke sah mit seinem schwarzen Schlapphütchen und seiner Nickelbrille eher aus wie ein Banker oder Versicherungsvertreter. Mein Begleiter und ich konnten kaum glauben dass so einer sich hinters Schlagzeug quetscht. Mit dem ersten Akkord den Liedsänger Wes Bayliss und Gitarrist Jason „ Rowdy“ Cope aus ihrem Gitarren holten ging auch schon die wilde Fahrt ab. Über achtzig Minuten Southern Rock vom feinsten mit Bums und ohne Pause wurde dem geneigten Musik Fan um die Ohren gehauen. Besonders Cope konnte mit seiner Gitarre mehr als nur überzeugen. Ich denke mal dass die Jungs auf der Bühne immer mehr Spaß an dem Konzert bekamen als die Zuschauer einige Titel mitsangen.

Nach dem Konzert waren die Jungs Ruck-Zuck verschwunden und während die anderen Fans noch auf mögliche Autogramme und Fotos warteten setzen wir zum Heimweg an. Der Zufall wollte es so dass wir auf dem Weg zu unserem Auto am Tour Bus vorbei kamen. Dort standen die Jungs noch fröhlich mit einer Pulle Bier und unterhielten sich mit einigen Fans. Diesen glücklichen Umstand hatte ich es zu verdanken das doch noch das ein oder andere Foto zustande kam. Leider in einer nicht so guten Qualität-

Zu guter Letzt möchte ich nochmal ein Lob an das Blue Shell richten. Während andere Clubs teilweise richtig große Probleme haben ihre Anlage einzurichten und abzustimmen so hat die Crew im Blue Shell ihre Technik immer voll im Griff. Dabei ist es egal ob da ein ruhiger Solokünstler wie Eric Pasley oder eine Rockband mit viel Power steht. Die Anlage steht, man hört kein knicken, man hört kein knacken und die ganze Anlage stimmt einfach.

 

 

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